Edgar & Egor – der Konsumgeier: Warum zu viel Konsum träge, unzufrieden und abhängig macht !

Der Konsumgeier schleicht sich in unser Leben ein, leise meist unbemerkt übernimmt er das Ruder, um uns zu kleinen Marionetten zu formen. Er redet uns ein, er könne uns glücklich machen, schnell und unkompliziert. Er ist zur Stelle, wenn wir traurig sind, um uns mit ein paar neuen Schuhen oder Klamotten zu trösten. Er ist da, wenn wir uns im Kollegenkreis über die neuen Fahrrad Trails unterhalten, sie sich natürlich nur mit Mountainbikes von mehreren Tausend Euros bewerkstelligen lassen.

Er ist da, wenn wir von der Nachbarin zu einem „Themenabend“ eingeladen werden, um ihren Vortrag über die neue ach so tolle Kaffeemaschine zu lauschen, die ja nur knapp 1.000 Euro gekostet hat. Oder der Thermomix der uns vorgaukelt wir wären die perfekte Köchin, für 1.200 Euro geradezu ein Haushaltschnäppchen. Der Konsumgeier kommt angeflogen, um uns leise ins Ohr zu flüstern, das wir doch alle 2-3 Jahre ein neues Auto benötigen, nur um die Umwelt zu schonen und weniger Sprit zu verbrauchen.

Auch verbrüdert er sich mit dem inneren Schweinehund, flüstert ihm ein doch alle Geschenke für Weihnachten online per Knopfdruck zu bestellen, in 20 Minuten ist alles erledigt ! Wer kocht heutzutage noch, Fertiggerichte machen satt und sparen Zeit, usw. Er ist ein Werbeprofi, der unsere Schwächen ausnutzt um uns mit kleinen trojanischen Botschaften gezielt zu Konsumabhängigen zu machen. Dazugehören und akzeptiert werden will jeder, dies nutzt Egor gnadenlos aus. Sie werden sagen, egal solange ich es mir leisten kann, ist es doch ok.

Es fällt uns nicht auf, dass wir Sachen „konsumieren“ die wir nicht wirklich brauchen. Oft ist ein Umzug der erste kleine „Schock“, an dem uns wirklich bewusst wird, was wir über Jahre gehamstert haben! Aber wie lange hat die Freude daran angehalten, ein paar Minuten, Tage oder Wochen? Das Gefährliche an diesem zu viel an „Konsum“ sind die langfristigen Nebenwirkungen, die sich in uns ausbreiten und wie eine Epidemie auf unsere Umgebung übergreifen können.

Es schwächt unsere Kreativität, die Schaffenskraft die wie ein Motor für den Sinn des Lebens steht. Es ist diese unbändige Freude die uns erfüllt und stolz macht, wenn wir selbst etwas erschaffen. Ob es in kleinem die selbstgemachte Torte, der Garten oder ein selbst restauriertes Auto ist. Es kann die eigene Musikband sein oder der Beruf, in dem wir anderen mit unseren Werken Freude bereiten, es erfüllt uns mit Freude und Sinnhaftigkeit. Eine gute Balance zwischen selbst herstellen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ist wichtig.

Auch die Wertschätzung für die Herstellung der „Ware“ die wir konsumieren, sinkt und wird als selbstverständlich erachtet. Wer gerne und öfters selbst kocht, der wird auch bei einem Restaurantbesuch das Essen anders wahrnehmen, schätzen und genießen. Wer nicht kochen kann oder möchte, den Fertiggerichten den Vorzug gibt, wird somit selbst nie erfahren wie lange es dauert, bis ein Gericht auf den Tisch kommt, welche Fähigkeiten bzw. Kreativität von Nöten sind. Dadurch wird man einem Koch und dessen Gericht weniger Wertschätzung entgegenbringen.

Der Konsum zehrt an der Geduld gegenüber uns selbst und unserer Umwelt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, je mehr wir konsumieren ohne selbst etwas dafür zu tun, außer bezahlen, der wird automatisch immer ungeduldiger. Ein Knopfdruck, und das neue Buch liegt am nächsten Tag auf dem Schreibtisch, es interessiert nicht, was alles hinter diesem Knopfdruck steckt. Hauptsache wir bekommen es schnell als auch so einfach wie möglich geliefert ! Davon möchten wir mehr, am besten in allen Bereichen unseres Lebens.

Wo hat sich der Konsum bei Ihnen zu sehr ausgebreitet? Wo im Alltag nimmt er überhand? Es betrifft nicht nur „Dinge“, auch in Beziehungen kann man zu viel konsumieren. Wo beeinflusst er auch unser Umfeld, oder setzt dieses unbewusst unter Druck.

Etappe 2 zum inneren Frieden : Selbstliebe mit Hilfe der rosaroten Brille

Puh ein großes Wort, wäre ja ganz schön, wenn wir mehr davon hätten, aber wie? Im Hintergrund hören wir unseren inneren Schweinehund schon knurren. Das hört sich nach Arbeit an, das mag er gar nicht. Wir geben Liebe & bekommen dafür Liebe, das wird ja wohl reichen.

Wie das Wort schon sagt, ist es mehr als empfehlenswert, mit sich selbst liebevoll umzugehen. Am besten jeden Tag, verteilt auf viele Puzzleteilchen. Nehmen Sie sich jeden Tag 30 Minuten Zeit, um sich selbst Gutes zu tun, somit stärken Sie Ihre Selbstliebe, -akzeptanz, -respekt. Wenn wir das nicht tun, dürfen wir uns nicht wundern wenn unser Umfeld es genauso macht, es wird Ihnen auch nicht genügend Respekt, Akzeptanz und Liebe entgegenbringen.

Hilfreich ist ein Wochenplan, in dem Sie diese „Übungen“ vermerken. Es hört sich sehr mechanisch an, aber wir sind ja auch auf dem Wege zum Zufriedenheitsmarathon. Wenn es Ihnen schwerfällt, dann können Sie sich fragen mit was würde Ihnen ihre beste Freundin/Freund eine Freude machen. Durchforsten Sie auch Ihren Alltag in welchen Bereichen Sie die Selbstliebe ausbauen können, z.B. beim Essen: Wer sich keine Zeit zum Essen nimmt und sich hauptsächlich von Fertiggerichten ernährt, hat Nachholbedarf.

Vor dem Zubettgehen setzen Sie bitte die rosarote Brille auf, jeder hat Sie Zuhause nur das wir sie jetzt zweckentfremden, Sie dürfen sich damit selbst betrachten.

Notieren Sie 3 – 5 Dinge, die Ihnen im Laufe des Tages gut gelungen sind, Ihnen Freude gemacht haben oder Eigenschaften, die Sie selbst an sich mögen. Die negativen Ereignisse merken wir uns sowieso automatisch. Wenn Sie diese Übung konsequent vor dem Zubettgehen machen, gehen Sie mit positiven Gedanken aber auch mit einer gewissen Selbstakzeptanz ins Bett. Dies erzeugt gute Gefühle die sich im Körper in Form von Entspannung breitmachen. Nach circa. 30 Wiederholungen (Tage) stellt sich die Gewohnheit ein und es geht fast automatisch.

Ein wunderbarer Nebeneffekt ist, dass unsere Umgebung (Familie, Arbeitskollegen) diese Veränderung auch wahrnimmt und von Ihrer Ausstrahlung (Frieden) profitiert. Manchmal kann es in Ihrem Umfeld zu Unsicherheiten oder Irritationen kommen, weil Sie sich anders verhalten, lassen Sie sich davon nicht irreführen, langfristig führt es zu Ihrem inneren Frieden.

Etappe 1 zum inneren Frieden : Stärken Sie Ihre Schaffenskraft.

Glück kann man nicht finden – aber mit innerem Frieden kann das Glück Sie finden!

Oft suchen wir nach dem Glück an allen möglichen Ecken & Enden oder warten auf Wunder. Es lässt sich nicht einfangen, nicht voraussehen oder festhalten. Es taucht dann auf, wenn wir nicht damit rechnen, eine Grundvoraussetzung um es überhaupt wahrzunehmen ist die eigene Zufriedenheit. Diese immense Energie die wir mit der Suche nach dem Glück aufbringen, kann man wunderbar verwenden um die eigene Zufriedenheit zu trainieren.

Richtig gehört, Zufriedenheit kann man trainieren. Wie bei einem Marathonlauf kann man verschiedene Etappen vorbereiten & üben, nebenbei können Sie das Kriegsbeil mit sich selbst beizulegen. Dadurch werden Sie den Frieden in sich immer öfters spüren.

Etappe 1 zum inneren Frieden: Stärken Sie Ihre Schaffenskraft.

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