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Die Kraft & Macht der Musik – Musikglobulis für die Seelenapotheke

Die Kraft & Macht der Musik – Musikglobulis für die Seelenapotheke

Die Macht, die Musik über uns ausüben kann, ist uns oft nicht wirklich bewusst. Schade eigentlich, es würde uns das Leben erleichtern. Sie hilft in allen Lebenslagen, sie inspiriert, tröstet, beruhigt und vitalisiert, je nach Bedarf. Musik ist ein großer Heiler ohne Nebenwirkungen, ein Medikament das innerhalb von Sekunden wirkt.

Die Töne docken direkt an unsere Gefühlsrezeptoren an, verstärken Sie oder bringen die innere stürmische See wieder in Einklang. Ein Lied kann Sie nach langer Abstinenz, innerhalb von Sekunden in einen Gefühlszustand einstiger Jugendzeiten bringen, wenn Sie Glück haben, fühlen Sie sich Jahre jünger, das Strahlen Ihrer Augen lässt die Falten vergessen, sie tanzen wie in alten Zeiten im Gegenzug dafür sind die Rückenschmerzen für kurze Zeit passe.

Wie ein Teenager hatte ich mich gefühlt, endlich meinen Jugendtraum auf der Bühne zu sehen, Slash live, stand schon seit 23 Jahren auf meiner To-do-Liste! Blöd nur das ich es damals versäumt hatte, auf ein Guns n’ Roses Konzert zu gehen, die Band trennte sich. Dann vor 4 Jahren erschien mir Slash während einer Meditation, ein wenig rühmlicher Versuch meine Lebenskrise mit einem Selbstfindungsmarathon zu beheben.

Während des Konzerts sprang ich wie ein kleines Duracell-Häschen wild durch die Gegend, ein Bierchen in der einen Hand und im Rausch der Gefühle kurz davor eine Zigarette zu schnorren, wohlgemerkt als Nichtraucherin. 2 Tage Dauergrinsen waren die Folge, incl. eines rauen Halses vom falschen Mitsingen sowie gefühlten 10 kg weniger an Gewicht & Lebensjahren. Wahnsinn, oder ? Hatte ich doch schon jahrelang mein Büßerhemd eines vorbildlichen Lebens angezogen. Weder gesunde Ernährung, viel Schlaf, kaum Alkohol noch ausgewogener Sport hat mir nie dieses Gefühl innerhalb von Minuten gezaubert. Als Nebenwirkung war mir vor allem der Spaß & Leichtigkeit vermehrt abhandengekommen.

Eine verrückte Idee machte sich in mir breit, eine eigene Globuli Kollektion, wohlgemerkt aus Songs, die mein Leben bisher beeinflusst hatten. Somit war die Musik-Globuli-Top 100 gegründet. Für jede Lebens- und Gefühlslage gab es einen Titel. Sortiert waren die Titel nach Stimmungen, egal ob traurig, lustig, glücklich, nachdenklich, melancholisch oder sehnsüchtig. Perfekte Lösung um meine Gefühle zu verstärken, abzumildern oder auszugleichen, je nach Bedarf. Beispiel gefällig ?

Wut ist eines der Gefühle, die ich seit meiner Kindheit nie zeigen durfte oder ausleben, was langfristig relativ ungesund war. Gründe um wütend zu sein gab es leider ohne Ende, zusammen mit dem Hormon-Cocktail meiner Pubertät, fühlte ich mich zu der Zeit eher wie ein Vulkan. Intuitiv hab ich damals schon mit Klangglobulis gearbeitet ohne es zu merken. Es gab 3 Bands die mich immer wieder geerdet haben. Metallica, STS und U2, und auch genau in dieser Reihenfolge. Metallica war da um die Wut erstmal zu kanalisieren, mit jedem Song wurde sie weniger. Mit STS kam die Phase 2 meist mit Traurigkeit & Weltschmerz, die gleitend in Phase 3 Hoffnung & Freiheit mit U2 überging. Ein Dreigänge Menü welches mir jahrelang das Leben erträglich machte, die Rettung für mich und meine Mitmenschen.

Was wäre die Welt ohne Musik, was wäre der Mensch ohne Musik? Sie begleitet uns mal leiser mal lauter durch unser Leben. Sie ist Balsam für die Seele, jeder Moment unseres Lebens kann durch einen Song gespiegelt werden, jede Höhe, jede Tiefe kann sich darin wiederfinden.

Ist es Zufall das Musik oft in der Pubertät eine wichtige Rolle spielt, prägend für uns und unser Weltbild wird? In dieser Phase unseres Lebens entwickeln wir unseren Musikgeschmack, starten die ersten aktiven Bandversuche oder erleben prägende Festival- oder Konzertbesuche. Wir tanzen uns den Frust von der Seele. Gerade in Zeiten in denen die Gefühle oft intensiv & meist noch ineinander verwoben sind, hilft uns Musik die intensiven Erfahrungen dieser Zeit zu verarbeiten, ohne sich selbst mit Worten erklären zu müssen.

Die Kraft dieser hilfreichen Töne kann uns lebenslang dienen, gerade in Lebensphasen die mit Stress verbunden sind, wirken Sie schnell und effizient. Als Gesundbrunnen wäre wohl eine Diskothek genauso wirksam wie manche Yogastunde. Egal ob passiver oder aktiver Musikgenuss, von Volksmusik bis Heavy-Metal, Musik ist ein Jungbrunnen. Erweitern Sie ihre Hausapotheke um die Musikglobulis, gerne als Reisevariante….Walking on Sunshine wirkt auch beim Joggen im Regen oder bei nervigen Kollegen & Nachbarn.

Foto: Pixabay

Edgar & Erwin – Der Angriff auf den inneren Schweinehund

Ich habe schwierige Wochen hinter mir, der Januar ist der übelste Monat für mich und Jahr für Jahr graut mir davor. Vor allem weil der Übergang so schwierig ist, im Dezember ist die Welt noch in Ordnung, oft sogar der schönste Monat. Ich trinke und esse nach Herzenslust, lasse es mir gut gehen, entspanne auf dem Sofa, hurra, Weihnachten wird jedes Jahr besser. Es gibt haufenweise Essen sowie Geschenke, dieses Jahr alle zu 100 % per Knopfdruck bestellt, ganz nach meinem Geschmack.

Aber dann, pünktlich zum 1. Januar habe ich mein „Zielvereinbarungsgespräch“, ein listiger Versuch meines Chefs. Immer der gleiche Ablauf. Zuerst kommt ein Katalog mit Verfehlungen, ich wäre zu bequem, unsportlich, zu viel Essen, Alkohol, etc., wohl eher Leviten lesen. Was aber 10 Monate keinen stört, wird nun angeblich zur Gefahr für Leib & Leben, bzw. ab sofort rigoros verboten.

Ich kenne diese Art von Gesprächen, die mich immer wieder heimsuchen, ich lasse sie über mich ergehen, denn meist ist der Spuk nach 4 Wochen vorbei. Der Februar ist schon wieder recht lustig, ich darf Krapfen essen, nach Herzenslust trinken ohne Ende, bis dieser blöde Aschermittwoch mir wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Dann sind wir urplötzlich christlich, fasten bis Ostern ist dann Pflicht. Aber mein Durchhaltevermögen ist immens, Ohren auf Durchzug und mit meiner JETZT-ERST-RECHT-Mentalität gewinne ich meistens diese seltsamen Angriffe auf mich. Ab April bin ich wieder der Chef im Haus, kann endlich wieder das tun, was ich will und erhole mich das restliche Jahr von diesem Stress.

Ich habe schon überlegt, ob ich eine Selbsthilfegruppe gründe, mein Chef ist ja wirklich ein sonderbares Exemplar. Wenn er mich nicht hätte, wäre er sowieso schon Workaholic, ich kümmere mich exklusiv um seinen Gemütszustand. Auch seine radikalen und einsamen Entscheidungen, die er trifft, ohne mich auch nur einmal zu fragen, was ich davon halte, nerven ohne Ende. Verbote über Verbote, zuerst macht Schokolade glücklich, aber aus heiterem Himmel am 01. Januar würde uns angeblich schon ein kleines Stückchen fast umbringen. Von April bis Dezember kümmert er sich überhaupt nicht um mich, urplötzlich kommen aus dem Nichts Vorhaltungen, an was ich doch alles schuld, wäre. Er ignoriert doch seinen Stress und die unguten Gefühle, wer muss denn hier für Entspannung & Glückshormone sorgen, das ist ein Knochenjob und ich will ihm ja nur eine Freude machen.

Er ist aber auch sowas von stur, nie hat er wirklich Zeit für mich, z.B.:
Ich weiß ja nie wann ich wirklich was Anständiges zu Essen bekomme, da muss ich ja gucken, wo ich bleibe. Würde ER regelmäßig kochen, müsste ich keine Angst mehr haben zu verhungern, und könnte eventuell darüber nachdenken, mein 2. Frühstück die geliebte Mohnschnecke, die so gut zum Cappuccino passt, aber auch, dass E-Mail lesen immens erleichtert, zu canceln.

Ok ich gebe zu, manchmal neige ich auch zu Übertreibungen, wir haben uns schon besser verstanden. Aber ihn dauerhaft zu ignorieren wird mir auch nicht weiterhelfen. Vielleicht ist der Urlaub eine gute Idee um mal mit Ihm zu reden, vorausgesetzt wir finden ein Ziel, das uns beiden gefällt. So ein schöner All-inclusive-Urlaub wo ich mich nicht viel bewegen muss, ein schöner Traum! Oder bin ich schon im Delirium? Komme mir seit Tagen schon wieder vor, als wäre ich im Vollzug (Wasser & Brot). Da bekomme ich schlechte Laune, was sofort Stress erzeugt, das geschieht ihm Recht!! Damit setze ich Ihn unter Druck, bald gibt’s das alte schöne Leben zurück.

FORTSETZUNG FOLGT: EDGAR & ERWIN BEIM MEDIATOR

Edgar & Egor – der Konsumgeier: Warum zu viel Konsum träge, unzufrieden und abhängig macht !

Der Konsumgeier schleicht sich in unser Leben ein, leise meist unbemerkt übernimmt er das Ruder, um uns zu kleinen Marionetten zu formen. Er redet uns ein, er könne uns glücklich machen, schnell und unkompliziert. Er ist zur Stelle, wenn wir traurig sind, um uns mit ein paar neuen Schuhen oder Klamotten zu trösten. Er ist da, wenn wir uns im Kollegenkreis über die neuen Fahrrad Trails unterhalten, sie sich natürlich nur mit Mountainbikes von mehreren Tausend Euros bewerkstelligen lassen.

Er ist da, wenn wir von der Nachbarin zu einem „Themenabend“ eingeladen werden, um ihren Vortrag über die neue ach so tolle Kaffeemaschine zu lauschen, die ja nur knapp 1.000 Euro gekostet hat. Oder der Thermomix der uns vorgaukelt wir wären die perfekte Köchin, für 1.200 Euro geradezu ein Haushaltschnäppchen. Der Konsumgeier kommt angeflogen, um uns leise ins Ohr zu flüstern, das wir doch alle 2-3 Jahre ein neues Auto benötigen, nur um die Umwelt zu schonen und weniger Sprit zu verbrauchen.

Auch verbrüdert er sich mit dem inneren Schweinehund, flüstert ihm ein doch alle Geschenke für Weihnachten online per Knopfdruck zu bestellen, in 20 Minuten ist alles erledigt ! Wer kocht heutzutage noch, Fertiggerichte machen satt und sparen Zeit, usw. Er ist ein Werbeprofi, der unsere Schwächen ausnutzt um uns mit kleinen trojanischen Botschaften gezielt zu Konsumabhängigen zu machen. Dazugehören und akzeptiert werden will jeder, dies nutzt Egor gnadenlos aus. Sie werden sagen, egal solange ich es mir leisten kann, ist es doch ok.

Es fällt uns nicht auf, dass wir Sachen „konsumieren“ die wir nicht wirklich brauchen. Oft ist ein Umzug der erste kleine „Schock“, an dem uns wirklich bewusst wird, was wir über Jahre gehamstert haben! Aber wie lange hat die Freude daran angehalten, ein paar Minuten, Tage oder Wochen? Das Gefährliche an diesem zu viel an „Konsum“ sind die langfristigen Nebenwirkungen, die sich in uns ausbreiten und wie eine Epidemie auf unsere Umgebung übergreifen können.

Es schwächt unsere Kreativität, die Schaffenskraft die wie ein Motor für den Sinn des Lebens steht. Es ist diese unbändige Freude die uns erfüllt und stolz macht, wenn wir selbst etwas erschaffen. Ob es in kleinem die selbstgemachte Torte, der Garten oder ein selbst restauriertes Auto ist. Es kann die eigene Musikband sein oder der Beruf, in dem wir anderen mit unseren Werken Freude bereiten, es erfüllt uns mit Freude und Sinnhaftigkeit. Eine gute Balance zwischen selbst herstellen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ist wichtig.

Auch die Wertschätzung für die Herstellung der „Ware“ die wir konsumieren, sinkt und wird als selbstverständlich erachtet. Wer gerne und öfters selbst kocht, der wird auch bei einem Restaurantbesuch das Essen anders wahrnehmen, schätzen und genießen. Wer nicht kochen kann oder möchte, den Fertiggerichten den Vorzug gibt, wird somit selbst nie erfahren wie lange es dauert, bis ein Gericht auf den Tisch kommt, welche Fähigkeiten bzw. Kreativität von Nöten sind. Dadurch wird man einem Koch und dessen Gericht weniger Wertschätzung entgegenbringen.

Der Konsum zehrt an der Geduld gegenüber uns selbst und unserer Umwelt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, je mehr wir konsumieren ohne selbst etwas dafür zu tun, außer bezahlen, der wird automatisch immer ungeduldiger. Ein Knopfdruck, und das neue Buch liegt am nächsten Tag auf dem Schreibtisch, es interessiert nicht, was alles hinter diesem Knopfdruck steckt. Hauptsache wir bekommen es schnell als auch so einfach wie möglich geliefert ! Davon möchten wir mehr, am besten in allen Bereichen unseres Lebens.

Wo hat sich der Konsum bei Ihnen zu sehr ausgebreitet? Wo im Alltag nimmt er überhand? Es betrifft nicht nur „Dinge“, auch in Beziehungen kann man zu viel konsumieren. Wo beeinflusst er auch unser Umfeld, oder setzt dieses unbewusst unter Druck.